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Eine Stadt im Aufbruch: Budapest
Die Donaumetropole umgibt ein ganz bestimmter Charme: Einerseits sind die lebendigen Straßencafés gefüllt mit jungen Leuten, und es toben wilde Partys im Thermalbad oder Rockfestivals á la Woodstock. Alles ganz wie im Westen Europas. Dann aber gibt es noch das andere Budapest, das alte, charmante, traditionelle. Der List-Platz, das geschäftige Oktagon oder der Batthány-Platz, einer Piazza mit Blick auf die Donau und das Parlament - alles Zeugnisse einer ereignisreichen Geschichte. Die traditionellen Thermalbäder, die prächtigen Jugendstilhäuser und die Zigeunerkapellen in den Restaurants, in denen Gulasch serviert wird - darin lebt das alte Budapest. Und irgendwie schafft es diese schöne Stadt, Tradition und Progressivität zu vereinen. Diesmal: Sehenswertes.
Sisis Schloß
Viele denken bei Ungarn sofort an eine: Sisi. Und wirklich, das Schloß Gödöllö, nach Versailles das zweitgrößte erhaltene Barockschloß Europas, war die Lieblingsresidenz der österreichischen Kaiserin und ungarischen Königin Sisi. In einem Vorort von Budapest steht der imposante Bau (Királyi Kastély, 2100 Gödöllö, Eintritt ca. 4,10 Euro). Im Városi-Museum, das im ältesten Teil untergebracht ist, gibt es eine Sammlung mit Arbeiten von Künstlern aus der Umgebung (Hamvay-Gutshof, Szabadság tér 5, 2100 Gödöllö, Eintritt um 1,20 Euro).
Museen
Das Béla Bartók-Haus (Csalán út 29, Rózsadomb, Eintritt 1,20 Euro) ist eine schicke Jugendstilvilla auf einem Rosenhügel, in der Bartók die letzten acht Jahre vor seiner Emigration nach Amerika wohnte.
Das Ernst Museum (Nagymezö utca 8, Erzsébetváros, Eintritt ca. 1,65Euro) stellt die Werke der wichtigsten ungarischen Künstler aus.
Die Nationalgalerie (Disz tér 17, Vár, Eintritt ca. 2,40 Euro) befindet sich im königlichen Palast und bietet Besuchern eine breite Auswahl an Kunstwerken aus dem Mittelalter und der Renaissance zum Bestaunen an. Am besten ist die Galerie über eine Seilbahn von der Kettenbrücke aus zu erreichen.
In der ehemaligen Budapester Wohnung des Komponisten Franz Liszt ist seine Gedenkstätte errichtet worden (Vörösmarty utca 35, Terézváros). Ausgestattet mit Original-Möbeln, Klavier und Dokumenten ist sie ein Muss für jeden Musikfan des Komponisten.
Kirchen und andere Gotteshäuser
Die St-Stephans Basilika (Szent István tér 1, Belváros, Eintritt etwa 1,60 Euro) ist eine prachtvolle, im Neorenaissance errichtete Basilika, die wertvolle ungarische Reliquie zum Bestaunen bereit hält.
Die große Synagoge (Dohány utca 2-8, Erzsébetváros, Eintritt ca. 2,40 Euro) ist nach der New Yorker Synagoge die zweitgrößte der Welt und die größte Europas. Sie war das Zentrum des jüdischen Lebens im Vorkriegs-Budapest, und im Zweiten Weltkrieg wurde der Umkreis der Synagoge zum jüdischen Ghetto. Nun ist sie wunderschön restauriert, und um sie herum gibt es jüdische Geschäfte und Restaurants.
Sonstige Sehenswürdigkeiten
Der Szoborpark (Ecke Balatoni út/ Szabadkai utca, Eintritt ca. 2,50 Euro) liegt etwas außerhalb der Stadt und beherbergt Marx, Engels und Lenin - zumindest als Statuen. Im Kiosk nebenan wird sogar "Der letzte Atem des Kommunismus" in Dosen verkauft. Ein Muss für jeden Budapest-Besucher ist das Rudas-Bad (Döbrentei tér 9, Eintritt inkl. Dampfbad ca. 8 Euro). Das türkische Bad wurde gerade erst renoviert und bietet Schwimmhalle und Trinkkuren sowie ein Dampfbad. Das ganze ist allerdings den Herren der Schöpfung vorbehalten - Frauen haben nur an einigen bestimmten Tagen Zutritt.
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